Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 11. März 2018

silent sunday # 152







Nun ist es soweit. Mein Erstlingswerk ist in der Welt und seit letzten Montag im Buchgeschäft erhältlich.




Gestalterisch habe Michaela und ich hier gemeinsam das Konzept entwickelt. Die Idee mit dem "Farbleitsystem" ist von mir, die Umsetzung als Farbstreifen am oberen Rand fusst auf grafischem Wissen und langjähriger Erfahrung von Michaela. Und das Ergebnis seht ihr hier.






Das Büchlein "Rosenromantik" ist bei einem Blogger Treffen entstanden, einige werden sich erinnern an den Samstag in Nippes.







Eigenlob sol ja bekanntlich nicht so gut duften, aber dennoch: wenn ich im Rückblick nicht betrachten kann, was gelungen ist und was nicht, kann ich auch aus "Fehlern" nichts lernen. Also: der Hase war so eine spontane Aktion meiner frei fliegenden Fantasie. Darin liegt meine Stärke! Vielleicht mag ich deshalb diese Projekt so gerne?
Genaus "lieb gewonnenen" habe ich diesen Zwerg, der auch sehr spontan entstanden ist, unter dem "Druck" attraktive Aufmacherseiten zu erfinden. Dieses Kapitel "Zick Zack Leporello" passt besonders gut mit den Schreibtipps zusammen.
















Auch den Ameisenbär mit dem Gehirn einer Kichererbse mag ich. Michaela gefällt diese Seite mit der fortgeführten Linie besonders. Kleine, liebevolle Details, die vielleicht nicht sofort ins Auge springen, insgesamt dann aber einen gelungenen Gesamteindruck vermitteln, denke ich.



Was ich vorher gar nicht erwartet habe: dieses Zusammenspiel so vieler kreativer Menschen macht so ein Buch erst möglich. Vergleichbar einer Regiearbeit, wo eben auch viele konspirativen Ideen letztendlich das Gesamte ausmachen. So haben auch die Schreibtipps von Isa Schikorsky ihren Reiz. "Arbeit" war diese Collage-Aktion wirklich nicht. Was hätte mir ein verregneter Sonntag schöneres bieten können als Buchstaben schnippeln? Und in der Pampelmuse, da steckt die MUSE und das MUS gleich mit drin. Wortspiele und neue Wörter erfinden, das macht Spass! Was könnte die Muse also pampeln? 



Und das Abenteuer Buchbinden geht weiter!















Sonntag, 4. März 2018

silent sunday # 151






https://www.ottobredesign.com/wp/wp-content/uploads/Soft_bunnies.pdf

Den kleinen Hasen gibt es hier, das Schnittmuster zum freien download. Ist ja irgendwann wieder Ostern, da mag es passen.




Für heute meine keine Inspiration zum Nähen: eine gepiekster Hase , "ärm Dier", wie der Kölner sagen würde. Ist mein Kölsch Fehlerfrei?

Und hier das Modell mit Schnittmuster, beide finde ich ganz entzückend. Das Schnittmuster habe ich mehrmals in Originalgrösse genutzt, die anderen male vergrössert genäht. Waren immer sehr willkommen, diese Hasen Geschenke.


Mal ganz in Ruhe den Sonntag verbringen, ausschlafen, Frühstücken, wandern,  so soll es sein heute.
Mir fällt auch nicht immer was ein was ich hier im unbedingt Blog sagen muss, sorry. 

Mein Kopf ist voll mit dem neuen Buchprojekt für den HAUPT Verlag, Japanisches Buchbinden als "Arbeitstitel". Und mein Kopf ist voll von dem Traum wieder nach Japan zu fliegen, im Frühling 2019, ungefähr in einem Jahr. So ein Jahr geht schnell rum . . . 

Also, mal sehen ob ih mich weiterhin regelmässig melde, möchte mich auf keinen Falls selbst unter Druck setzten hier, wo es um meine kostbare Freizeit geht.

Samstag, 24. Februar 2018

silent sunday # 150

Nach einer längeren Pause möchte ich mich heute doch wieder melden. Und weil die Fotos der feinen, kleinen Ausstellung im Japanischen Kulturinstitut so gut zum Klein Gemusterten passt, auch bei Michaela verlinken.



Das "Japan Themen" ist ja sowieso meins. Was ich über das japanische Kunsthandwerk, durch eigene Ansicht in Japan und durch viele Dokumentationen, gelernt habe, ist wirklich beeindruckend. Zumeist wird das Material, so scheint es mir, so tief durchdrungen um das darin steckenden Potential voll auszuschöpfen. Und wenn möglich, die Grenzen bis zum Allerletzten auszureizen!

















KOMOREBI heisst dieses Werk. Das bedeutet: das Licht das durch junge Blätter fällt. So wie es im Frühling ist, wenn das erste Laub noch klein ist und es daher noch Lücken für das Licht hat. Eine sehr besondere Stimmung, die sicher jeder kennt. Diese Geduld! Wahrscheinlich ist jede Buchseite extra mit der Hand geschnitten, ohne Plotter.








Das verkleinern, miniaturisieren, ist der japanischen Ästhetik eigen. Kommt das in den Abbildungen überhaupt rüber? Das gesamte Format ist sicher 60 X 80 cm. Und dann ist alles winzig im Detail mit der vielzitierten "Engelsgeduld" gezeichnet und aquarelliert. Diese Engel müssen Japaner sein.



Und weil es so schön, ist noch ein Beispiel. Winziges im Format 60 X 80cm, eventuell war es sogar grösser. Unglaublich!

WIE IMMER, bescheidene Handy Fotos, Bilder hinter Glas,. . .  na ja, hoffe die Essenz wird doch erkennbar.





Sonntag, 28. Januar 2018

silent sunday #149 Kunst & Inspiration











Heute muss ich mal ein wenig meckern. Im ZDF habe ich eine TV Dokumentation gesehen die mich veranlasst diesen Post zu schreiben. Es scheint eine Anleitung zum Geld drucken zu sein. Als Autor schreibt man ein Buch über eine bekannte Persönlichkeit, in diesem Falle Michelangelo. Das ganze wird mit Magie und Geheimwissen verknüpft, sowie mit lebensbedrohlichen Situation für den Protagonisten geschmückt. Sex and Crime sind eben immer noch die besten Zutaten um leichtgläubige Leser zu finden.   
Geheimnisse der Kirche: Rätsel um Maria! so der Titel! Mit dem Link kommt man in die Mediathek.


Eine sehr gewagte Behauptung des Autors Roy Doliner : das Foto oben zeigt einen Ausschnitt der sixtinischen Kapelle, wo Michelangelo angeblich geschickt den "Stinkfinger" seiner Zeit hinein gemalt hat um seiner Meinung über den Papst Ausdruck zu verleihen. Welch ein Blödsinn! Mit der geballten Arroganz meines gesamten Künstlerwissen schreibe ich meinen Protest hier. Wer zeichnen kann erkennt, dass hier lediglich die Kinnlinie weitergeführt ist und sich logisch zum Ohr weiter denken lässt. Anatomisch etwas gestreckt, aber das ist künstlerische Freiheit. In dem Abstand zwischen den entspannten Fingern gibt es nichts weiter an Bedeutung zu finden, als eben diese Kinnpartie. Herr Doliner noch nie selbst gezeichnet, vermute ich.  


Wenn dazu auch noch eine "renommierte" Fachfrau mit macht bei dieser extrem spekulativen Interpretationen, verstärkt sich die Glaubwürdigkeit beim Leser. Zumindest hat Herr Doliner es zu diesem Film Doku gebracht. Mit dem zweiten Bild zeige ich die Rückenansicht eines Entwurfs, wahrscheinlich von Michelangelo, für die Pieta im Petersdom. Nun will man auch hier eine geheimnisumwölkte Botschaft erkennen. Frage an euch: was seht ihr??? Ich sehe lediglich einen Faltenwurf der sich gemäss der Anatomie, von der linken Schulter, gerafft am rechten Arm, ganz logisch durch die Schwerkraft zu Boden fällt.






Angeblich hat Michelangelo dort die exakte Anatomie eines Herzens eingeschmuggelt. Damit konnte er zeigen dass er sich in diesem Bereich bestens auskennt. Da er damals verbotene Leichenöffnungen vornahm, kannte er die Anatomie innerer Organe, durfte das selbstverständlich nicht in die Welt posaunen. Angeblich hat er dies auf eben solche geheimnisvolle Weise doch getan. Wer´s glaubt.


Es gibt eine simple Erklärung dafür, solche Sinnzusammenhänge zu sehen, wo meines Erachtens keine sind. Pareidolie heisst das "Zauberwort". Oder auch als "Wahrnehmungstendenz" bezeichnet, erklärt es dieses Phänomen in zufälligen Anordnungen einen sinnvollen Kontext sehen zu wollen.  Schau nach bei Wikipedia, Gestaltpsychologie. JEDER kennt es: sobald drei Punkte in dreieckiger Konstellation, im richtigen Abstand zueinander zusammengestellt werden, glaubt man ein Gesicht zu erkennen.


Meine Sonntagsbotschaft: nicht alles was wissenschaftlich daher kommt muss "geschluckt" werden. Das eigene Gehirn zu bemühen und selber zu denken hilft dabei ungemein.









Sonntag, 21. Januar 2018

silent Sunday # 148 "Auf ein Neues"


Ja, nun ist es soweit. Das Jahr beginnt mit einer Belohnung. Die Arbeit an diesem Buch ist beendet, die letzten Arbeitsschritte sind abgewickelt und nun ist es im Druck. Ab März dann die "Geburtsstunde" und die Entlassung in die Welt.

ÜBRIGENS, alle Fotos für diesen Post sind vom Handy aufgenommen, weil die kleine Kamera in Zürich (Jahreswechsel dort) auf unerklärliche Weise ihren Dienst verweigert hat. Aber es gab so ein paar witzige Ideen die ich unbedingt als Anregung weiter geben möchte, da ist so ein Handy doch praktisch.




Zwar unscharf, weil durch die Schaufensterscheibe aufgenommen, vermittelt es dennoch die skurrile Idee, die natürlich leicht selber zu basteln ist. Ob als Konfektschale oder Kuchenteller, das Tier brutal halbiert, unten und oben am Porzellan festgeklebt, voila! Acrylfarben vollenden das Werk.

Nach einem ausgiebigen Sonntags Wald Spaziergang, Vitamin D tanken, habe ich viele umgestürzte Bäume gesehen. Da wird es konkret, was Orkan bedeutet.






wsdcv


Sonntag, 17. Dezember 2017

silent sunday # 147







Beim Aufräumen habe ich diese unscharfen Bilder von meiner Norwegen Reise gefunden. Es ging zum Nordkap, mit dem Bus. Bei diesen Lichtverhältnissen ist es natürlich Blödsinn aus dem fahrenden Bus heraus zu fotografieren mit der Vorstellung "gute" Erinnerungsfotos zu erhalten. 







Heute stelle ich nicht nur die Bilder vor, sondern füge meinen Gedanken hinzu, einmal über "richtig" und "falsch", "gut" und "schlecht" nachzudenken. Wer entscheidet das? Wie entstehen solche "Bilder im Kopf" die uns Kriterien für eine solche Beurteilung vorgeben?



Vielleicht liegt gerade in dem Diffusen die Möglichkeit zu träumen und "nur" die Farben zu geniessen. Welche Qualität verknüpft sich mit Unschärfe? Denken wir an Gerhard Richter und erfreuen wir uns an alternativen Kunst-Wegen.

Und weil wieder einmal so plötzlich Weihnachten kommt, empfehle ich mit missionarischem Eifer noch dieses Buch: "Das weise Herz von Jack Kornfield". Vielleicht ein Tipp für ein sinnvolles, last minute, Weihnachtsgeschenk.

Mit diesem Tipp verabschiede ich mich bis zum neuen Jahr, das, soweit bereits bekannt, viele aufregende Dinge bringen wird.

Ich wünsche schon jetzt ein besinnliches oder fröhliches Weihnachtsfest, je nach dem wie ihr es mögt. Und einen guten Rutsch ins neue Jahr, den ich in Zürich begehen werde.

Samstag, 9. Dezember 2017

silent sunday # 146





Und weil es so schön Weihnachtet und die Schneeflocken leise rieseln, mein etwas anderer Weihnachtsgruß zum Advent. Zusammen genommen komme ich auf ca 15 Minuten Weihnachtsmarkt, aber nur weil es sich gar nicht vermeiden liess um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Das Gedränge und der Konsumrausch, das muss ich nicht haben. 

Leider gibt es diesen grossen Briefkasten für die Nikolaus Post in Longyearbyen nicht mehr. Er wurde im November abgebaut. Sehr Schade! Somit haben diese Aufnahmen Seltenheitswert. Aber in Engelskirchen werden weiterhin die Briefe an das Christkind bearbeitet, himmlischen Dank an ein paar nette Traditionen.